| Moderne
Ansätze für Identifikation und Authentifizierung anstelle herkömmlicher
Passwortabfragen
Unterlagen zum Vortrag vom 7.Mai 1999 |
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Inhalt1. EinstiegLogin: rfsPassword: ******** Bekannt? Sehr wohl! Geliebt? Kaum! Sicherheit?
Naja... Und doch behaupten sich die Passwörter, Passphrasen und PIN's
(Persönlich Identifikations Nummer) Querbeet bei der hintersten und
letzten Anwendung mit elektronischer Zugriffs- oder Zugangssicherung.
2. Biometrische SystemeWie wir alle wissen, kann der Menschen nicht nur anhand von DNS Analysen eindeutig identifiziert werden, sondern auch anhand von Fingerabdrücken. Genau diese Tatsache wird bei der biometrischen Fingerabdrucksensorik genützt.Wenn wir unsere Fingerballen genauer anschauen, erkennen wir die einzelnen Linien, genannt Minutien. Die Minutien müssen analysiert werden und deren Verlauf muss festgehalten werden. Die entsprechende Software scannt einen Finger und erkennt diese Minutien. Es muss nicht das ganze Bitmap gespeichert werden sondern lediglich die Verzweigungs- und Endpunkte von 20 bis 30 Minutien. Es ist interessant zu wissen, dass vor Gericht eine Person bereits eindeutig identifiziert ist, wenn 12 Minutien übereinstimmen. Dies mag uns als wenig erscheinen. Beim täglichen Einkaufen bezahlen
wir bereits mehrheitlich mit Chipkarten. Wir nehmen die Karte und ziehen
sie durch einen Kartenleser. Auf der Karte ist unser PIN (Personal Identification
Number) gespeichert. Wir werden aufgefordert diesen PIN einzugeben. Bei
Uebereinstimmung wird der Kauf ausgeführt (Belastung an die Bank/Post).
Unschärfe
Sicherheit = 1/User-Komfort. Es gibt zwei Hauptmerkmale der Unschärfe
:
Kennzahlen
Biomouse PLUS Fingerprint Scanner von AlphaNet kostet netto 480 Fr. Die Kombination eines SmarCard Lesers und eines biometrischen Sensors ist eine gute Entscheidung. Für diese Kombination sprechen mehrere Gründe. Das Gerät (SmartCard Leser und Fingerabdruckleser) bildet ein eigenständiges Gerät. Es werden keine persönlichen Daten auf einer Datenbank abgebildet. Die persönlichen Daten bleiben beim Besitzer auf dessen Karte. Dies hat einen rechtlichen Vorteil. Die Gefahr bei einem Datentransfer (zum Beispiel auf eine entfernte Datenbank) ist ebnso abgewendet. Diese Kombination kann in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Im Bereich e-commerce mit mirco payments gibt es noch immer keine einfache, sichere und bequeme Lösung. Hier ist es durchaus vorstellbar, dass der Internet-Benützer von seiner Hausbank eine Chipkarte mit abgespeichertem Fingerabdruck bekommt. Beim Einkaufen auf dem Internet kann der Verkäufer den Käufer auffordern, sich mittels Fingerscan zu identifizieren. Voraussetzung ist einen solchen Fingerprintleser angeschlossen zu haben. Dasselbe Prinzip geht beim Online Banking. Eine weitere Form kann das Unterschreiben von elektronischen Daten sein. Wir versuchen ein ‘Biomouse PLUS Fingerprint Scanner’ Demogerät der deutschen Firma AlphaNet zu erhalten. Eine Demo ist vorgesehen. 3. Zero-Knowledge KryptologiesystemeUnter Zero-Knowledge Interactive Proof Systemen (ZKIP-Systeme) versteht man nicht einen Krypto-Algorithmus sondern ein bestimmtes kryptologisches Protokoll. Dieses hat die widersprüchlichen Eigenschaften, dass es die eindeutige Identifikation von Personen erlaubt, ohne über sensitive Daten (im besonderen nicht über ein Passwort) von ihnen zu Verfügen.Definition von ZKIP aus dem Kurs "Cryptology"
von D.O. Jaquet-Chiffelle:
Je nach Beziehung der beweiserbringenden
und konrtrollierenden Person ergeben sich verschiedene Bedürfnisse
im Vertrauens- oder Misstrauensverhältnis. Herscht blindes Vertrauen
auf beiden Seiten erübrigt sich die Frage ohne technische Unterstützung.
Der weitaust häufigste Fall dürfte ein versuchter Missbrauch
von Benutzerseite her sein. Hier setzen die gebräuchlichen Passwortabfragen
an, ohne gültigen Code gibt's keinen Zugang. Neigt der User zu Misstrauen
an der Gegenseite kommt ZKIP ins Spiel. Es wird der Kontrollstelle nicht
möglich sein, die Zugangsinformationen des Benutzers zu missbrauchen,
denn die hat sie gar nicht. Die Kontrollstelle kann lediglich unzweideutig
feststellen, dass der Benutzer alle Informationen besitzt um seine Identität
oder Berechtigung zu bewseisen.
Funktionsweise eines ZKIP Protokolls am
Beispiel von "Omura's proof of identity":
Eine praktische Anwendung könnte wie folgt aussehen: Ein Anwender besitzt eine persönliche Smartcard, auf der Zugangsinformationen und vertrauliche Daten gespeichert sind. Mit der Intelligenz der Karte lassen sich kryptographische Algorithmen und Protokolle implementieren und ausführen. Ein biometrischer Sensor auf der Smartcard ist in der Lage, den Fingerabdruck des Besitzers zu identifizieren. Nach der derartigen "Öffnung" sind die Kommunikationskanäle für z.B. 10 Sekunden frei, eine Applikation kann die notwendigen Transaktionen tätigen. Dabei werden nicht die Referenzdaten des Fingerabdrucks mit dem jeweiligen Server ausgetauscht, sondern ein "Zwischenprodukt" mittels ZKIP generiert und überprüft (siehe Grafik oben). Dabei muss - je nach Protokoll - nicht einmal die Identität der Person begannt gegeben werden, es kann auch genügen die Liquidität des Bankkontos zu bestätigen und dort eine annonyme Abbuchung zu tätigen. Nach kurzer Zeit verschlüsselt die Smartcard alle internen Informationen, sperrt die Kommunikationskanäle und wird so für Drittpersonen absolut unbrauchbar. Der Besitzer muss sich nicht um PINs kümmern und die Karte nicht wie seinen Augapfel hüten. 4. SchlusspunktUnd was, wenn sich Madame Tussoud mit der aktuellen Wachs-Ausgabe des amerikanischen Präsidenten Zugang zu den sicherheitsrelevanten Zonen der US-Streitkräfte verschafft? Tja...
5. LiteraturPower-Point Präsentation zu diesem Paper (download)Dr. O. Diedrich (1999)
Biomouse Plus Fingerprint Scanner
Comparison of Biometric Identification
Methods
DCS AG, Spezialist für Biometrie
Heinmann Biometric Systems
128-bit Verschlüsselung für Netscape
Communicator
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| Author: S. Schlegel (EMail), S. Rufer (EMail), update: 04.05.99 |